Tag 23 – und es gibt sie doch!

Hier könnte man wahlweise „Skigebiete“ oder „Tafeln die vor Bodenwellen warnen“ hinschreiben, oder aber auch „Schotten im Kilt“. Aber der Reihe nach!

Unsere Reise führte uns heute von Evanton, rund 25km nördlich von Inverness, durch verschiedenste Landschaftstypen bis nach Cupar, einer Kleinstadt in der Grafschaft Fife. Nach den ersten Meilen auf einer Schnellstrasse (wo einem auch mal Fussgänger oder Traktoren begegnen können und wo man über den Mittelstreifen und die entgegenkommenden Fahrbahnen die Abfahrt nehmen muss), kamen wir wieder in gewohnt wenig befahrene Gegenden. Dazu gehört die Region rund um den Cairngorms Nationalpark, wo es neben tollen Abschnitten durch Wälder und tolle Alleen auch Pässe und zwei Skigebiete. Ja, die Schotten fahren Ski! Gemäss unserer Vermieterin heisst das: Wer in Schottland auf Steinen, Eis und Schnee skifahren lernt und sich auch nicht davon abhalten lässt, wenn der auffrischende Wind einem den Hang hinaufbläst, der kann es anschliessend überall!

Auf dem Weg an unser heutiges Ziel passierten wir übrigens die Sommerresidenz der Queen, das Balmoral Castle. Betonung liegt auf passierten, denn wir fuhren zuerst daran vorbei und entschieden uns dann aufgrund der vielen Autos auf dem Parkplatz dazu, keine 10 Meilen weiter in einem kleinen Städtchen namens Ballater Halt zu machen.

Weiter ging es entlang verschiedener Flüsse (u.a. Shee Water, Black Water) durch traumhafte Gegenden. Die Strassen waren allerdings bisweilen weniger „traumhaft“: Es waren wahrhaftige Hügelfahrten, bei denen man auch ganz ohne Schiff und Wellengang seekrank werden könnte. Man sieht die – glücklicherweise zahlenmässig wenigen – entgegenkommenden Fahrzeuge nur, wenn man sich auf der Höhe einer solchen grossen Bodenwelle kreuzt oder aber, wenn man gleichzeitig auf einer der Buckel ist und sich aus der Ferne bereits sehen kann. Wir haben auf den ganzen Strecken dieser Art gerade mal zwei Warnschilder gesehen, die auf Bodenwellen oder „blind summit“ bzw. „hidden dip“ aufmerksam machen.

Perth wurde schliesslich zu unsem letzten Halt auf dem Weg nach Cupar. Das Wetter spielte mit und wir kamen trockenen Fusses zu einem Sightseeing-Rundgang. Der Durst und zugegebenermassen auch ein kleiner Hunger trieb uns in eine Bar bzw. ein Restaurant, in dem wir hofften, die Challenge zum Afternoon Tea aus dem Roadbook abhaken zu können – zumindest versprach eine Tafel vor dem Lokal eine klassische Tea Time mit Etagère, Sandwiches, Scones und natürlich Tee. So dachten wir zumindest! Dass wir aber 1. diese kulinarische, englische Tradition im Voraus reservieren müssten und dass es 2. einen Unterschied zwischen „Afternoon Tea“ und „High Tea“ gibt, erklärten uns die beiden netten Herren aus dem Service. (wen es auch interessiert, der möge es hier nachlesen: https://bit.ly/2IcMTdp )

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