Tag 17 – zum Heulen schön!

Ehe die Fähre von Stornoway ablegte, nutzen wir das schöne Wetter um noch einmal zum schönen Leuchtturm von Lewis zu fahren, der den eher unschönen Namen „Butt of Lewis“ trägt (was soviel wie „der Hintern von Lewis“ bedeutet). Am Tag zuvor, als uns Christine herbrachte, spielte weder das Wetter noch die Drohne mit, diesmal aber klappte alles. Wir waren noch vor den ersten Touristen da und konnten beinahe ungestört (von den etwas angriffigen, tieffliegenden Möwen abgesehen) unsere Drohne steigen lassen. Es hat sich gelohnt!

Nina ist nahe am Wasser gebaut, genauer gesagt: Sie steht mindestens knöcheltief drin! Die Zeit auf Lewis war emotional aufregend – vom Ärger über den platten Reifen über die Herzlichkeit unserer Vermieterin bis zur unfassbaren Schönheit einzelner Orte auf der Insel – und auch die Weiterfahrt mit der Fähre sowie die anschliessende Fahrt entlang der Westküste war eine ganz besondere. Wir hatten uns auf der Fähre schnell genug von unserem Auto in die Passagierlounge begeben und hatten somit die besten Plätze für die rund 2,5-stündige Überfahrt von Stornoway nach Ullapool. Nordische Musik auf den Ohren, den Blick statt auf dem Laptop oder im Buch draussen auf den vorbeiziehenden Linien der Westküste des Festlandes – so lässt es sich leben!

Nach der Fährpassage ging die Reise auf dem Festland weiter in Richtung Norden, entlang wundervoller Seen (unter anderem dem unglaublich vielseitigen Loch Assynt) und toller aussichtsreicher Strassen. Apropos Aussicht: Je länger wir die Drohne nutzen, umso mehr begeistert sie uns! Vom ursprünglichen Plan, sie nach den Ferien wieder zu verkaufen, ist derzeit überhaupt keine Rede mehr…

Je näher wir dem Ziel kamen, umso schmaler die Strassen und desto breiter das Lachen auf Ninas Gesicht: In Clashmore, im nirgendwo zwischen dem kleinen Städtchen Lochinver und Durness an der Nordküste liegt das bnb philosophy. Die beiden belgischen Gastgeber Sophie und Philip sind vor drei Jahren hierher ausgewandert und haben ihr Paradies gefunden – Martin und Nina haben im vergangenen Sommer bereits einige Tage hier verbracht und der Kontakt ist zwischenzeitlich nicht abgebrochen. Nach der Aufregung der letzten Tage ist diese Oase hier genau das richtige, um sich zu entspannen und sich den wichtigen Dingen zu widmen: Hühner füttern, Hunde streicheln, die Aussicht aus dem Zimmer geniessen oder am Kaminfeuer eine der vielen kleinen Köstlichkeiten zu essen, die Sophie in ihrem Café Choc o‘ Latte anbietet. Wenn man Glück hat, weiht sie einen sogar in die Geheimnisse der Chocolaterie ein!

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