Tag 16 – kleine Ausflüge, grosse Überraschungen

Wir haben die Schotten unterschätzt: Pessimistisch wie wir waren, haben wir nach dem Malheur mit dem platten Reifen die nachfolgende Übernachtung auf dem Festland storniert – hätten wir doch für die Einhaltung unseres ursprünglichen Plans im Verlaufe des Morgens das Auto aus der Garage abholen und die Fähre um 14 Uhr (Check in eine Stunde vorher) erreichen müssen. Unser Mietwagen fährt allerdings nicht gerade 0815-Reifen und da uns das Missgeschick auf einer nicht allzu üppig besiedelten Insel (rund 20’000 Einwohner, verteilt auf knapp 2’200km2, die Insel ist rund 97km lang) passiert ist, rechneten wir nicht damit, dass wir am anderen Morgen, einem Montag*, bereits um 10.30 wieder auf der Strasse sein würden. Als der Garagist uns den Preis für den neuen Reifen mitsamt Arbeit nannte, musste Nina für Peter dolmetschen um wirklich sicher zu sein, dass da das Montieren bereits inklusive ist – bei einem Gesamtpreis von £90,00 (umgerechnet ca. Fr. 115.-) erschien uns das als sehr unwahrscheinlich. Eine ziemliche Überraschung!

(*Der platte Reifen erreichte uns sonntags – und das auf einer Insel, auf der die Uhren dann jeweils etwas anders gehen: es fährt kein Bus, alle Shops und beinahe sämtliche Restaurants sind geschlossen und die einzige Tankstelle, an der man Benzin und Diesel bekommt, ist in Stornoway, quasi dem Hauptort der Insel.)

Nach dem überraschenden Start in den Tag, begaben wir uns auf Einkaufstour um die Zutaten für einen Znacht zu organisieren, den wir am Abend für unsere so herzliche Vermieterin Christine und ihren Mann John kochen wollten. Das Fleisch für unser Zürigschnetzleds wollten wir bei einem der (vielen) „award winning butchers“ Kalbfleisch kaufen. Keine Chance! Und Geschnetzeltes zu bestellen, ist auch nicht ganz so einfach – „you want it minced?“. Aber mit Humor und Umschreibungen klappt beinahe alles.

Unsere freie Zeit zwischen Einkauf und Kochen nutzten wir für einen Rundflug über einen tollen Strand, gar nicht weit von unserem Zuhause in Carloway entfernt. Menschleer und mit seinen verschiedenen Blautönen und der spannenden Küstenlinie mit seinem Sea Stack eine wahre Überraschung! Dank den Gummistiefeln kann Nina nun auch mit Fug und Recht behaupten, mit den Füssen im Atlantik gestanden zu haben. Am Ende des Ausfluges gab es schliesslich Gelegenheit, die hübschen Hochlandrinder aus der Nähe zu fotografieren.

aus der Vogelperspektive

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s